Du und Ich wir sind Nichts
Schildkröten die nichts tragen
außer Welten auf den Schultern
Wir kullern Berge hinab
Wir schütten kübelweise uns
aus, auf den trockenen Stein
verdampfen in Ton und Erscheinung
Wir kämpfen mit dem Kampf
krampfen mit den Krämpfen
Wir fallen, wir steigen

dutzende von meterbreiten
Keil den wir hineintreiben
und Spalten sind anfällig
für Infektionen
von hier oben, schauen wir hinab,
von hier unten, in uns hinein.

Was hält mich?
Was fesselt meinen Geist?
Welche Teilstrecke sind wir
auf dem Wege zum Kreis?

Eins in Zwei

Düster schauten ihre strahlend Augen,
ihre kalte Berührung empfind ich warm.
Was ich wusste, konnt ich nicht glauben,
ihre Grässlichkeit trug solch ein Charme.

Windete mich – ganz still im Bett,
plagte mich mit solcher Zuversicht.
Sie, die Stumme, sang ein Sonett,
das Unbrechbares in mir bricht.