Abnabelung

In meinen Armen lag ich, wissend
um der Bergkette Größe die mich hintermalte.
Schwere Wolkenbilder rollten küssend
über deren Wipfel hinüber und hinab.
So stand ich da, und hatte mich empfohlen
und stand hier am Pfahl, er wurde mein Thron.
Stechend in des Himmels Gewölbe,
ragte er empor und leitete des Blitzes Stimmen
unmittelbar in meine Ohren.

Ein göttlich sechsbeiniges Fohlen,
mit prachtvoll galanter Mähne schlug
jene Dämonen in die Flucht, die meine Gunst
zum Truge wandeln wollten.
Es befeuerte meine irdische Vernunft
und lag der Erdenmutter, so butterweich im Schoß.

So traten nun Gestalten auf,
auf dieser episch umkämpften Weltenbühne.
Und taten mir keinen kleinen Applaus
für wie und wie viel ich sühnte.

Nicht in den Apfel biss ich nur,
auch wälzte ich mich vergnügend
im warmweichen Schlamm.
Er ward mir vorgesetzt in dem bergeumrandeten
sich in Ebenen ausbreitenden Becken.

Bis auf den Startschuss wartend,
löste ich vorfreudig mein Band.
Mein Band zu diesem Pfahl
und wurde stolz verwandelt,
vom König, hin zum Kind.

Bald bin ich ich

In der brühend wabernd heißen Luft
des ewig sich wiederholenden Morgens,
verteilt sich der toten Körper Duft
und weiht mich zu einem Glied des Ordens.

Die dunstig dichte Nebeldecke wird
so ganz zu einem großen warmen Meer
und jeder einzelne Teil der in mir stirbt
sinkt auf den Grund, O so schwer.

Bald bin Ich alles, bald bin Ich nichts.
Bald der aller dunkelste Schatten
Bald der aller hellste Funken Licht.