fehleinschätzend

Als wären wir gebrechlich genug die schweren Lasten zu tragen. Als wären wir ausgefragt genug um auf die Fragen Antworten zu haben. Als könnte die Welt nicht sein, viel mehr jenseits des Schein. Wieso die Schlepperei, zu welcher Pilgerstadt? Ich such eigne Wege, hab das Pilgern satt. Treffe Menschen die sind so unsagbar verschieden, und doch so unsagbar gleich, wie man Selbst. Ich liebe es, wenn du dich für etwas liebevolles hälst. Auch wenn du fällst, das Leben fängt dich auf, bis zum letzten Spiel. Bis zum letzten Tanz den dir das Leben erlaubt. Wie sprechen miteinander doch sind taub. das Leben im Schlauch. Vern vom Bauch – fern der Erde, des warmen weichen Grund.

Wissen tut der Geier, der Mensch bleibt dumm.

ffgb

Kirschlorbeer

weiß lackierte oberflächen glatter als popacken eines neulich geborenen Menschen der sterile gestank von sauberkeit der edelstahl schubladengriff unter dem edelstahl waschbecken vor weißen fliesen im hermetisch dichten raum ausgleichend alibizweckmäßig große fensterscheiben der blick ragt in strukturell geformte hintergärten auf die centimetergenau gleich langen grashalme ein formschön geschnittener kirschlorbeer und thuja hecken welche das grundstück zieren den blick auf die nachbarn schützen bloß das man nicht über den zaun sieht die gute nachbarschaft auf den straßen nur vereinzelt kinder ältere menschen nur zielgerichtete durchquerung der wohnstraße alleine sein hilft meint man nur ein dem normalen schein entsprechend zu habendes sozialleben haben in gezwungenen runden sitzen und versuchen sich zu übertrumphen so kaufte man sich die teuerste küche falls nachbarn auch ins Haus treten doch billigstes essen was draußen ist muss stimmen drinnen aufräumen halb so wichtig halb so schlimm ists nur eine rümpelkammer mit pümpel nicht benutzt