Verwoben

Wie ich mit dir so fest umschlungen
deine Brust beim Atmen fühle
wie ich mit dir so ungezwungen
unser Zusammenfinden rühme

Die Welt, sie liegt so da entzweit
mit dir verschwimmen Grenzen, Mauern
obwohl wir zwei sind sind wir eins
mit dir im Arm, wir nichts bedauern

Und plötzlich scheint mir all das Leid
so luftig leicht nun aufgehoben
seit Ich dich kenn, seit dieser Zeit
fühl ich mich mit dem Garn der Liebe
in diese traurigschöne Welt verwoben

gutes Hemd

Ein richtig gutes Hemd
das taugt und auch gefällt
wird mir niemals fremd
auch wenn es langsam zerfällt

Wofür gibt es Nadel und Garn

nicht nur um deine Wunden zu nähen
du könntest Zeit und Rohstoff sparen
wenn mit dem Werkzeug
– eins zum Anderen käm

Also sei lieber dankbar

für die Arbeit welche einst geleistet
und mach dein Hemd rar
indem du mit ihm am Leibe
– durchs ganze Leben schreitest

Dornen

Wie steht dort dieses Röslein still
in seiner schönen Blütenpracht
macht das ich es ergreifen will
über mehr hab ich nicht nachgedacht

Ihre strahlende Schönheit täuscht hinweg

sie zieht mich an und lässt vergessen
über das, was sich darunter versteckt
jede Freude wird sich Ihr Leid erpressen

So war es immer, so wird es bleiben

Kind lässt du Jemand dein Herz ergreifen
so musst du wohl auch damit rechnen
er kanns dir jederzeit zerquetschen