Verbreiterung

Die Blätter, ja sie fallen
sie zeigen uns die sanfte Landung
und ein Mancher wird aufprallen
als hätte er den Tod nicht gekannt und

sich desselbigen verweigert
doch fällt es Ihm so schwer
zumal er sich nicht verbreitert
und sich am Ende noch fragt, wer?

Er denn nun letztendlich sei
und ob sein Leben nicht so frei
wie nun am Ende ist sein Fall

Die Blätter, ja sie fallen
und mit Ihnen fallen Wir

Elegie, eine Fragende

Wie siehst du dich Selbst an, ernüchtert, kritisch
und in konjunktiven Schwärmerein getränkt.
Wie erlebst du dich als gäbe es Begrenzungen
im Reich der schweifenden Geister, die
sich wandelnd und wachsend umher bewegen?

Ohnehin existieren genug Schluchten, existieren
genug Furchen, dass einen ein Zweifel beschleicht,
ob es denn nötig sei, dass du noch weitere schaffst.

Einer mag sagen, er bräuchte jene Abgründe,
eben um überwinden zu können, und steile
Hürden um sie mit einem Ross zu überspringen.
Doch frage ich euch Gebrochenen,
euch von Fäden der Sehnsucht Verworrenen,
ob denn es euch nicht möglich wäre,
eben solche Projektionen in euch Selbst zu projezieren.
Und folglich mit dem Schmuck der Bäume
euch Selbst zu verzieren.

Nun frage Ich euch andächtigen, euch offensichtlich
Krankheitsberechtigten, ob es sich denn lohne
sich hektisch zu treiben und mit dem Taktstock zu peitschen.

Ob ferne Welten, wirklich so fern sind wie sie scheinen,
und ob sie wohl beabsichtigen, sich von unsren zu unterscheiden.
Ja mancher Raum den wir zu betreten wagen,
vermag zunächst uns den Atem zu stehlen,
uns in kaltgebadetes Schmerzempfinden zu entlassen.
Doch verließen wir nicht den Muttermund
um eben solche Räume zu betreten?

Einen Manchen scheinen sie zu rufen,
scheinen sie zu locken, wie Engelschöre, die
in kalter Klarheit aus unbestimmter Ferne schwingen.
Und einem Jeden der Ihnen nachgeht eine
in Mist versteckte Perle bringen.

Auf das sie nicht regungsvoll stolpern,
vermeiden sie das Gehen, enteignen sich bequem und
schauen sich vieles an, um nicht das Eigentliche zu sehen.
Mir dünkt, dass das „eigentlich“, wohl eigentlich das Eigene ist,
so sagt mir welche Gründe zu finden Ihr vermögt,
euch für solches zu erblinden!
Um euch in Orientierungslosigkeit – wiederzufinden?

Bequemlichkeit

Mhh..sowie das Geld immer nach oben streben
obwohl wir eigentlich in nem Kreislauf leben
als würd ich einen scheiß drauf geben
du willst reich sein, du willst dich nice ausleben
um die Frau zu erreichen musst du ein Wein ausgeben
Schöpfung beginnt in der Magengegend
und bedarf keiner extravaganten Partyszenen
und kein weiches Bett, doch dein Arsch auf nem bequemen
Sofa gepolstert, willst im Speck wie labende Maden leben

Einverleiben ist eine Form des Haben
und du bist noch stolz drauf besessenes vorzutragen
irgendwelche großen Pläne vorzuhaben
ich komm dir zuvor an den Tagen
die mit nem Buchstaben beginnen
lasst uns zusehen wie die letzten Gluten verglimmen
wie die letzten Schwimmenden ertrinken
und Ihnen dann mit gespielter Trauer winken

täglich grüßt mich das Morbide.
täglich grüßt mich die fehlende Liebe.
täglich streb ich nach dem Hohen
und halt mich fest an der Tiefe.