Vereitelt
stehen wir vor uns selbst
ringen mit Höllenhunden
unsres Inneren, glauben
ins Schloss einzuziehen

Verzeihen
uns immer; anderen
bleiben wir skeptisch
glauben zu verstehen
schlimmer: zu wissen

Nichts bleibt
Hoffnung ist schmeichelnd
illusionärer Selbstbetrug
ein Untergraben
unserer Zweifel

Doch Zweifel nur
führen uns durch
wechselnde Flure
zum Einen

Im Steinhof wie
eine lebendige Statue stehend
Aus dem Innersten heraus
das Äußere wahrzunehmen

Die Augen wie –

große Tore
in die Weite schauend
und den äußern Eindruck
nicht gedanklich aufzustauen

Sondern ihn in seine Tiefe sinkend
sich klingend weiten lassen
also als Einzelner empfindend
in die Welt hineinzufassen

Entglitten bin
ich mir, in ein Netz
mich zu fangen
Doch wie sind
die Maschen wie
sollten sie beschaffen sein

Mich ausdrücken wie
Tubenreste in
glühender Zitterschrift

In Großstadt-
taubengebärden
in Gedankenzügen die
am Verstehen vorbei
durch mein Fühlen rasen

Collagiere mir mein
zerrüttetes Selbstbild um
rahmenfassend ein
Nenner zu benennen

Im Alleingang

Wir bekommen nicht genug
von uns zu wenig zu haben

Entsetzlich ist
die Leichtigkeit mit der
dramaturgisch unsre Lippen
uns zu Lügnern machen, mit
welcher Leichtigkeit
wir uns verraten wenn
sie wie Murmeln uns
das Kinn hinunter laufen

Enthauptend die
zu tief angelegten
messerscharfen Messlatten

Ich kann nicht mehr
sagen ich könnte nicht

Die Züge denen ich sagte
sie sollten eine weitre Runde drehen
stehen wieder wartend vor
meiner bepinselten Tür