Sie entbehren
alles was ihr eigen ist,
soweit, dass sie nichtmal
mehr wissen was eigentlich,
einst, ihr Eigenes war, und
sie sich getrost dem unver-
trauenswürdigen, das sie
für ihre Zwecke benutzt –
durch Suggestion der
Eigennützigkeit – und, dass
es lohnenswert sei,
aufopfern und hingeben.

Sie folgen
jemandem, respektiv
einer Lehre, derer er
nur ein Sprachrohr ist,
da sie die Bequemlichkeit,
etwas oder jemanden
für sie entscheiden zu lassen,
so ungern ablegen, dass
sie selbst noch dem
Eigensinnigen – der ja
eigentlich zugleich den
entwickelsten, wie auch
den ursprünglichsten Mensch
darstellt – übel nachreden
und die Flagge, ihrer
identitätsstiftenden und
infantil gebundenen
Ideologie, hoch in industriell
versmogte Winde halten.

Sie warten
darauf, dass sich etwas
ergebe, von dem Sie glauben
es würde ihrem grauen
Leben, die Farbenpracht
verleihen die ihnen fehlt
und welcher Verantwortung
es selbst zu erschaffen sie
nicht gewahr sind, doch
wiederrum nicht bereit,
das leise Hoffen auf
eben jene rettende Hand
schmerzlich aufzugeben.

Sie zittern
innerlich, doch die Jacke,
die, welche weit her und
lange abgehangen auf
Kleiderstangen, nun um
ihren fleischigen Leib gewickelt,
und in großen Lettern,
prangernd, einen französischen
Namen und Lebensstil
suggeriert, doch im Klein-
gedruckten sich offenbart,
als Produkt von abgeschürft-,
überbelastet und müden,
und nicht – filigran französisch,
musischen Arbeitshänden –
hält ihre leise Glut am glimmen.

Sie bangen um,
ein nie gelebtes Leben,
dass es erlösche und
möglicherweise sich
in ungeahnter Schnelle,
auf einen Abgrund,
den man zwar kommen
gesehen hat, doch gepflegt
verdrängte, und welcher
einen nun im Überraschungs-
moment überwältigt und
dem toten Leben einen
lebendigen Tod beschert,
zuspitzt im stumpfen Gemüt.

Du schlugst mir die Tür vor der Nase zu,
sanft, wie alles was deiner zarthäutigen
Hand entgleitet, was über deine rosen-
farbenen Lippen geht. Bald möchte
ich böse werden, in meiner brunnen-
tiefen Traurigkeit über, wie du
mir deine Liebe nicht verbreitest.

Beide wissen wir um ihre Existenz,
wie um die eines unverhofft,
eines ungewollten Kindes, und du,
du vermagst tatsächlich dieses
Kind in Isolation zu halten.

Jenen unstillbaren Durst würdest
du mir stillen. Jene aussichtslose
Suche, brächtest du zu einem Ende.
Doch du bewährst in mir diese Leere,
du bewahrst in meinem Herzen,
jene schreckliche Fülle welche sich
zu ergießen sucht. Fluten würde
sie deinen Garten, jedes noch so
tiefe Brunnenloch zum Überlaufen bringen.

fgb

Abgewendet, fast
nichtmehr hinsehend, aber den Kopf noch leicht
über die schon erleichterten Schultern geneigt.
wehmütig, doch bestimmt in
seltene Richtungen schauend
einem unbestrittenen Brückenbau
entgegengehend, unsäglich
unsachlich, du, dem entgegengehend
Wir die wir fragen, wem dort
entgegenzukommen sei
und die dem du, halb neidisch, halb
beängstigt, sein Sehen als Fiebertraum berechnen
und uns wie, in den sicheren Armen des Vaters,
in einem Kollektivtraum zu wiegen

Wer stünde in der Lage, diese Träume aufzuwiegen,
und doch versetzen wir uns in sie.
Wer vermöge in der Position zu stehen,
die ihm keine Perspektive ist?

Einst ab, was uns zu tragen auferlegt,
fallen deine Schritte über weite Bögen hin.

Plätschern deine Spiele in
kreisernen Becken, dessen Grund du
durch die fortlaufende Umwälzung
dunkel erahnen kannst

Denn du pumpst dein Material
vom Bodensatz und speist es dir
noch über den Kopf, sodass im Fallen
es sich flüchtig preisgibt

So bist du in Bewegung
und stehende trübe Wasser
wundern sich über dein Glitzern
über deine lichte Offenbarung

Ein manches Mal gar, verbünden sie sich
und versuchen dich
zum Stillstand zu bewegen
doch deine Kraft bleibt
ungebändigt und
nur aus sich selbst heraus navigierend
und wohlmöglich noch beeinflusst
in ihrer Richtungsgebung
von hochhimmlichen Winden.

Die verhedderten Drachen, die dir nun
Segel sind, konntest du entbinden.

Doch je weiter du gehst, desto unverständlicher wird
und desto näher rückt, dein letztes Wort,
dass du uns in sanftem Gleichmut
über deine leichten Schultern flüsterst.



fgb

Veganer Sein

Zum Veganer sein. Was ist das Veganer-Sein als ein mitteleuropäisch stämmiger Mensch?
Die beste und naturnahste Ernährungsform die der Mensch kennt? Oder nur das gegenteilige Extrem zu unserer maßlosen Gesellschaft die so viel und so schlechtes Fleisch wie noch nie isst?
Schaut man sich die Geschichte unserer Vorfahren an, wird man schnell merken : Ein Leben ohne tierische Produkte, d.h. Fleisch, Milch + Milcherzeugnisse, Leder, Wolle, Horn und Zahn (für Nähzeug bspw.) wäre damals schlichtweg nicht möglich gewesen in unseren Gefilden. Ja die meisten dieser Dinge waren besonders im Winter wichtig, um sich warm zu halten und nahrhafte haltbare Nahrung (getrocknetes / geräuchertes Fleisch) in dieser Jahreszeit zu haben. Die Menschen früher haben mit Dankbarkeit dieses Geschenk unserer Schöpfung genommen und es vollkommen verwertet und mit Respekt behandelt.
Wollen wir noch weiter zurückgehen, weil wir meinen das Zivilisationskrankheiten erst mit dem Beginn der Sesshaftigkeit der Menschen angefangen haben, so landen wir bei den Sammlern und Jägern. Wie haben sich diese Menschen ernährt? Richtig von dem was sie unterwegs fanden und erjagen konnten. Sie haben keine Landwirtschaft betrieben und sich somit ernährt von Pflanzen in allen Teilen (Wurzeln, Blättern, Früchten und Samen), und dem erjagten Wildtier. Auch sie nutzten alles was das Tier zu bieten hatte Knochen, Fette, Leder, Felle, Fleisch, doch mit dem logischen Unterschied zu den sesshaften Menschen, das sie keinerlei Milchprodukte konsumierten, geschweige denn herstellten.
Die Paleo-Ernährung ist m.E deshalb vermutlich die gesündeste, weil sie die abwechslungsreichste ist. Manche Leute sagen der Weizen wäre ungesund und hätte die Leute krank gemacht und Dinge wie Karies erst beschert. Dabei ist es nicht der Weizen welcher uns krank machte, sondern die auf die Sesshaftigkeit folgende Einseitigkeit unserer Ernährung, denn : Jedes Nahrungsmittel ist auch ein Heilmittel, jede Beere , jede Wurzel im Wald und auf Wiesen hat ihren bestimmten Nutzen und tut ihren Teil zur ganzheitlichen Gesundheit des Menschen. Wenn unserer Ernährung in dieser Hinsicht verarmt, dann leidet natürlich auch unsere Gesundheit.
Aus diesem Hintergrund in Verbindung mit der Erkenntnis der Epigenetik, liegt es mir sehr fern zu sagen, das Fleisch zu konsumieren etwas naturfernes oder gar ungesundes für den Menschen sei. Der Menschliche Organismus besonders in nördlicheren Gefilden hat sich nun mal einfach 10 tausende Jahre auf die Umsetzung von Fleisch angepasst, und hat damit eine längere Geschichte als mit dem Konsum von Milch und seinen Folgeprodukten.
Warum also vegan sein?
Wir leben heute in einer Gesellschaft des kompletten Überflusses. In jeglicher Hinsicht. „Deutsche werfen 313 Kilo Lebensmittel weg – pro Sekunde“ – darunter auch eine beträchtliche Menge an Fleisch für die komplett unnötig Tiere die ein unwürdiges Leben hatten ihr Leben lassen mussten. , jedes Jahr gibt es für den 15 Jährigen Michel ein neues Smartphone, alle 4 Jahre einen neuen Computer. Die Nikes müssen auch immer frisch und der neusten Mode entsprechend sein. Alles ein absolut pervertiertes und naturfernes Konsumverhalten..
Da liegt es für ein Menschen mit großem Gerechtigkeitssinn und generell hohen Idealen nah, sich gegen all diesen Konsumwahnsinn zu stellen und ihn zu boykottieren.
Eine absolut lobenswerte Einstellung und die einzig logische Konsequenz aus dem Wunsch die Natur und unsere Welt zu erhalten, und das Leid zu vermindern.
In unserer Überflussgesellschaft ist es also ein leichtes, rein vom Aspekt des Überlebens, gänzlich auf tierische Produkte zu verzichten. Wir haben Zugriff auf Früchte, Nüsse, Samen, und generell Pflanzen aus allen Herrenländern, wir können uns all die Nährstoffe und Vitamine die wir brauchen anderweitig besorgen. Aus dieser Intention ein Veganer zu werden, rein aus Idealismus, das lob ich mir, und da wird wohl kein vernünftiger Mensch bestreiten können das es eine sinnvolle Maßnahme ist um die Industrie zu einer besseren zu verwandeln.
Warum aber gibt es im Internet immer wieder den Zusammenstoß zwischen den Veganern und den Allesfressern unter den Menschen? Das liegt meines Erachtens genau an den Menschen, die den Veganismus, der zunächst eine rein praktische Maßnahme ist um seinen Idealismus zu leben, zu einer Ideologie machen.
Da hört man dann Sachen wie : „Vegan sein ist Pflicht“ , „Vegan sein ist der einzige Weg zu Erleuchtung“, „Nicht-vegane Ernährung ist für den menschlichen Körper Gift“, „Alle Leute die Leder tragen, sind gefühlslose Monster“, kurzum sinngemäß : Veganer sind bessere Menschen. Ideologie heißt auch immer Verallgemeinerung und wenn man den Fleischkonsum ganz verallgemeinert verteufelt dann hat man einfach nichts verstanden und glaubt in seinem Städter-Dasein ach so natürlich zu sein.
In dem Sinne : für den praktischen Idealismus, und gegen jegliche Ideologie!! und für das Leben in der Mitte, abseits der Dualität, abseits der Trennung von Gut und Böse.

O schöne Zeit, würd gern dich halten
ganz sicher, fest, in meiner Hand
doch du wirst fließen, fliehen, gleiten
noch eh ich ganz dich hab erkannt

du schöne Zeit willst du nicht bleiben
und mich auf weiteres beschenken
wo willst du hin? zu andren zeiten
an welche wir dann höchsten denken?

ach hätt ich dich doch nur genossen
wie ich dich hätt genießen können
mich ganz in dich hinein gegossen
um gegenwärtig mich zu nennen

und grad in diesen Augenblick
will ich Wertschätzung übertragen
und dir für all das süße Glück
ein tausendfaches Danke sagen