Eines lauen Abends als ich unbedacht
der angehenden Nacht Stille genoß
und den kommenden Sommer still feierte
nahm Ich wahr die Kraft die wacht
über dem mich Umgebenden und schloß

sie mir ins Herz, sodass sie mich erfüllte.

Auf das Ich spüre, sie wohnt mir Inne
und Ich mich relativieren kann.
Bin weder gut noch schlecht sondern
die Schöpfung an sich (in jedem Sinne)
vom Scheitel zur Sohle übers Kinne.
Oh Herbst wenn du weinst
und die Süße in die Traube treibst
und alle Farben reif und prächtig
scheinen, bin ich nicht mehr verächtlich
sondern dankbar zutiefst
und frage nicht nach des Mordes Motiv
sondern geh in den Wald und verlief
mich gerne darin, die Wärme dahin
Doch das Geschenk allgegenwärtig
Gott ist kein alter Mann welcher bärtig
sondern Eiche, Fuchs und Wegerich
oder auch im Fluss ein reger Fisch.
 
G.B

Savannenbaum

Ein hagerer alter Mann
steht allein in der Landschaft
wie ein Savannenbaum
und sieht man Ihn an
möge man meinen er hätte keine Bekanntschaft
solang die Leute auf die Oberfläche schauen.

Doch die Luft die er atmet
und das Wasser das er trinkt
sind Teil des großen Kosmos
in dem ein Jeder schwimmt

Sind Brücken, sind Verwandtschaft
Sind Ströme die uns durchfließen
Einatmen, Ausatmen
lern Einfaches zu genießen.

Und du wirst stets reich sein
Stets beschenkt vom Leben