Diktat

Der zahnziehende Advokat ordnet Daten in Schränke
ein triefendes Schaf spielt alleine in der Tränke
Der tröpfelnde Wasserhahn speist hungrige Mäuler
Durch Sand schwimmen, das tut nur der Träumer

Athletische Rehe springen hohe Sprünge
Krumme Rücken bücken sich hinweg
bei der Höhlenforschung hat er sich Selbst entdeckt
vor den saubersten Haustüren liegt der gröbste Dreck

Die braungefärbte Augenbraue, fühlt sich nicht wohl
die schaumgefüllte Baustelle, stellt Bretter an die Wand.
beim Entziffern der Hieroglyphen, hat er sich Selbst erkannt.

Starre Formen fingen allmählich an zu tanzen
Gestaute Flüsse fingen das Fließen wieder an
Das verbrannte Holz bleibt ein Teil des Ganzen

die Heftzwecke hält nicht was sie verspricht

Spitze Zaunpfähle werden als Waffen gehandelt
Fuchs und Hase sammeln Munition
Jede Ritze in der Stadt führt ihr Eigenleben
die Mäuse tanzen fröhlich auf dem Thron

Gesiedete Seifen entfernen lilane Streifen
verspießte Zeitgenossen sagen er würde Grenzen überschreiten
mit sinnfreien Zeilen, die sich untereinander streiten

 

Muss man nicht verstehen

Zurückschauen, Voranschreiten
Lernen aus dem was schimmert
hinter den Zeiten
vom zeitlosen, sich immer wiederholenden
über manches lässt sich nicht streiten
manchem nicht ausweichen
Willen stärken, Herzen aufweichen
Wenn Winde peitschen
will ich Masochist bleiben
das Leben spüren, leiden
und daraus Freude schaffen
das Leben ernst nehmen
und sich zum Affen machen
Sachen packen, aufbrechen um
anzukommen, reinhechten um
anzudocken, anzuklopfen
unangekündigt angenommen,
im trauten Heim, Netze gesponnen
im Kreis geschwommen
so geplant, anders gekommen
gerade gewonnen, bald zerronnen
Blühen und Früchte tragen
Rühmen und Wertung erfragen
in Schüben ausdrücken
allmählich wachsen, überragen
Menschsein hinter sich lassen
das Blut der Erde trinken
aus Teetassen, die Welt
berühren, nicht versuchen
sie zu fassen, leere Herzen
volle Kassen, schwere Schmerzen
tolle Tasten, menschengemachter
Kasten, sich zum Freund machen
mit Ihm Zeit verbringen
alleine lachen, ohne Resonanz
Musik ohne Tanz, Worte ohne Ton
individualistischer Clon
verschobenes, zurechtrücken
verlorenes, wiederfinden
gemeinsam mit den Vögeln singen
und mit den Tropfen fallen
mit den Wolken steigen
um erneut aufzuprallen.
Muster im Chaos erkennen
Unnennbares versuchen
beim Namen zu nennen
Sehne spannen, und Pfeile schießen
über den Tellerrand zielen
Begrenzungen auflösen
Mauern umstoßen
Nektar einflößen, im Kleinen pulsieren
was ändern im Großen
Sehnsucht folgen, Sprünge wagen
nicht mehr fragen sondern ahnen
wie einem Geruch folgen,
einem fernen Rauschen
welches uns lockt,
welches nach uns fragt,
wann wir denn bereit wären,
wann kommt der Tag.
Auf das es Morgen gelingt,
den Moment ungenutzt lassen.
anstatt sich Leichtigkeit erlauben
Steine tragen die auf Schultern lasten,
aufwachen und ans Steuer fassen
ausklinken und erneut einrasten.
Flüssen danken, aus dem Erdreich
empor wachsen, sich blind vortasten
und nach und nach dem Licht
verträglicher werden, das Bild sehen
in Scherben, Wahrheit sehen in Scherzen
sterben und sich neu gebären.

Hirnschwamm auf Papier ausgewrungen

okay unbegrenztes schreiben, frei von jeglichen grenzen, gepresst in zeilen, einfach weiter gehen, den fluss zum ursprung verfolgen, den steilen berg erklimmen, sich nicht scheren was andere denken, während die Kohlen glimmen, im Eiswagen bimmeln, sich wundern wenn man umgeben ist von Pimmeln, im Gewimmel der Einkaufsstraße, das Glück sitzt dir vor der Nase, und dem anderen dortdrin, das ewige Kind, der ewige Student, er ist lässig doch trägt Hemd, alles läuft und fließt, wie mit Öl eingeschmiert, nicht verklemmt, nicht am quietschen, sich nicht am verbiegen, nein es läuft in gesunden Bahnen, es kann sich selbst nicht erraten, sich missbrauchen, seine Fähigkeiten stauchen. Man steht manchmal auf dem Schlauch, deswegen bewegen. Einfach weiter gehen, einfach weiter schreiben, einfach fließen lassen, auch wenns sich nicht reimen, tut ha und schonwieder das Zwangshafte verhalten aufgedeckt, die Oberflächen geleckt, sich selbst nicht gewaschen, aber das Auto glänzt in der Einfahrt, dir sollte man anstatt den Mund mal das Gehirn waschen, frei von negativen Denkmustern und Einfällen, es gibt zuviele dadraußen die Urteile fällen, ohne Ahnung zu haben, gibt zu viele die ihrer Möglichkeiten im Vorhinein vergraben, unter die Erde, in den Sand, dort wo auch ihr Kopf steckt, das Kriegsschiff ist bemannt, doch ich bleib an Land, was geht, in diesem Land, wonach streben die Menschen, was tun sie und was sind ihre Ziele, wer geht gern einkaufen und wer geht zum spielen, mal raus, Kinder sind unverfälscht, du bist nicht der für den du dich hälst, oder auch doch? wer weiß, ein Loch in deiner Decke zu haben wäre unvorstellbar, bei manch anderem sicherlich Realität, was geht, jo, Karotten wachsen in meinem Garten, sie gedeihen, ich werde sie mir nach all der Arbeit einverleiben, und genussvoll essen, werd mich nicht mit dir messen, du bist ein ausstellungsstück auf einer messe, neben bankcomputer und knoblauchpresse, ey sei gewiss, deine fresse wird auchnoch poliert, wenn nicht von mir, dann vom Schicksal persöhnlich, ich treff meinen Dad und versöhn mich, nach einer Zeit, lege Eitelkeit ab, bin wahrhaftig, schreibe Sätze die Seele tragen, da der Verstand diese nicht schuf, eyo du tropfst vor deinem eigenen Blut, warum tust du dir das an, woher kommt die illusion du seist nicht gut genug, nicht der der du sein solltest, hat man dich nicht oft genug in den Arm genommen? Hat man gesponnen, und deinen Ideen keinen glaubten geschenkt? Sei du Selbst, dir egal wer was von dir denkt, jo das leben ist ein geschenk, nimm es als solches war, die Cola Dose ist omnipräsent, in gewisser Weise zwar teil des Geschenks, doch weder gesund noch rund, das leben ist bunt, nichtnur in der Werbung, und auch nicht nur wenn du Persil nimmst, nein auch so, schwarz und weiß ist nur gedrucktes, meine Lines sind nur gespucktes, eben mal so hingerotztes, du strotzt vor Stolz, aber die Würde bleibt aus, Disstext, ich die Katze du die Maus, was willst du tun, ich bin im Haus und mach das beste draus. Eyooo Scherz bei Seite, ich fick dich erst und renne dann eine Meile, um den Blog, Ghettokids glotzen mich an, ich wink ihnen zurück, sie sind entzückt, ich verrückt und recht glücklich damit, denn wenn das eure Welt ist, bin ich gern weltfremd.