Verbreiterung

Die Blätter, ja sie fallen
sie zeigen uns die sanfte Landung
und ein Mancher wird aufprallen
als hätte er den Tod nicht gekannt und

sich desselbigen verweigert
doch fällt es Ihm so schwer
zumal er sich nicht verbreitert
und sich am Ende noch fragt, wer?

Er denn nun letztendlich sei
und ob sein Leben nicht so frei
wie nun am Ende ist sein Fall

Die Blätter, ja sie fallen
und mit Ihnen fallen Wir

Ausstieg

Lieber würde Ich beißen
und einen Schuss riskieren,
wäre Ich eines von den Tieren
das sie versuchen zu dressieren.

Eher würde Ich ausreißen
und riskieren einen Schaden,
wäre Ich einer der Sklaven
den sie versuchen zu verarschen.

Ausgetreten wär ich längst
aus diesen scheiß Vereinen,
die allen Ernstes meinen
die rechte Hand Gottes zu sein.

Zum Glück bin Ich ein freier Mann,
Frei von Konfessionen.
Sonst würde sich das Leben dann,
für mich nicht zu leben lohnen.

Gefangenschaft

Ein ungezähmtes, wildes Tier
streift durch den urwüchsigen Wald
atmet frische Luft
gehorcht nur sich Selbst
bewegt sich frei

Gefangen wirds, betäubt
und in einen Käfig gesperrt
Findet sich wieder
gedemütigt, dressiert
und mit fertigem Fraß ernährt

Beklemmung und Leiden
ursprünglich ein wildes Tier
nun stell dir vor in diesen Zeilen
spreche Ich von Dir.

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Vogel flieg

Trete aus dem Käfig aus
die Tür steht dir offen
Hör mit dem Zweifeln auf
Fang an mit Glauben und Hoffen

Flieg lieber Vogel
Flieg frei und weit
Hör mit dem Zweifeln auf
für Aufbruch und Reise ist Zeit

Die Welt braucht dich
und du brauchst die Welt

Reich Ihr die Hand
wie einer jungen Dame
Zieh sie an dich ran
und schließ sie in die Arme

Abends

Der Abendhimmel sagt gute Nacht
mit einem mannigfaltigen Farbverlauf.
Der rastlose sucht sich ein Dach
und das hektische Treiben, klingt langsam aus.

Die Geschäftigkeit beendet ihre Wirkdauer.
Ab jetzt Ruhe und Stille walten,
bieten Anderem die Möglichkeit
ohne Grenze und Mauer,
sich zu entfalten.

Situationen die sich zu Tage ereignen,
abends danach verlangen,
das daraus Gelernte nieder zuschreiben.

Autorität

Er feuert mich an, fordert mich auf.
Früher gab ich nach und war bang,
heute steck ich Blumen in den Kugellauf.
Folge keinem Fremden, nur meinem eignen Drang.

Setzt mir was vor, und sagt ich hätte
die Suppe zu essen.
Früher lebte ich dann Rebellion
und fühlte stark die Kette.
Heute geb ich nach, ohne Ton
und brauch mich nicht mit Ihm messen.

Verteidigt Besitzansprüche aus
längst vergangenen Tagen.
Ich nehme was ich brauch,
nicht mehr, nicht weniger
und wandle in Stille, das Klagen.

Gewohnheiten

Ich liebe die Natur sehr,

doch sitze sooft in meiner Kammer.

Habe alte Gewohnheiten

an welche Ich mich klammer.


Bin ich frei

oder von Umständen bestimmt?

Bin ich der Vogel der fliegt,

oder das Blatt welches im Flusse schwimmt?

Handle wirklich Ich, 

oder es durch mich hindurch?

Habe ich vor dem Tod

oder dem Leben mehr Furcht?