Oh Herbst wenn du weinst
und die Süße in die Traube treibst
und alle Farben reif und prächtig
scheinen, bin ich nicht mehr verächtlich
sondern dankbar zutiefst
und frage nicht nach des Mordes Motiv
sondern geh in den Wald und verlief
mich gerne darin, die Wärme dahin
Doch das Geschenk allgegenwärtig
Gott ist kein alter Mann welcher bärtig
sondern Eiche, Fuchs und Wegerich
oder auch im Fluss ein reger Fisch.
 
G.B

Wandel

Grillenzirpen, herbstankündigender Westwind
leises Rascheln der Blätter und Halme.
Eine Stimmung, welche zum Aufbruch nötigt
Der sehnsuchtsbestimmte Wille etwas zu schaffen,
aber fehlende Inspiration.
Das zaghafte Sägen – an des Mächtigen Thron.

Der Mächtige in mir
will seine Macht verlieren
Der zurückhaltende Teil
sind nun profilieren

Sich ausleben und preisgeben,
All die Ausreden auf Eis legen.
Sich Selbst die Schau nehmen
und auf sich einreden.

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